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Wasserschöpfung
Die Große Mühl entspringt in Bayern,
ca. 2 km entfernt von der Grenze zu Böhmen (Tschechien) und Österreich.
Sie ist fast 60 km lang und schlängelt sich vom Rand des Böhmerwaldes
durch das Granit- und Gneishochland des Mühlviertels hinunter zur
Donau.
Bereits im Sommer 2002 hat der Künstler Joachim
Eckl, inspiriert durch die Zusammenarbeit mit seinem Künstlerfreund
Klaus Rinke, seine WasserSchöpfAktion begonnen. Im Verlauf eines
Jahres hat er entlang des ganzen Flusslaufes Wasser aus der Großen
Mühl geschöpft. Aus der Erkenntnis, als einzelner Mensch den
Fluss in seiner Gesamtheit nicht erfassen zu können, entstand die
Vision der Gemeinsamen Schöpfung.
Am Sonntag, den 17. August 2003, ein Jahr nach
dem großen Hochwasser, treffen sich Menschen aus der Region bei
der Gemeinsamen Schöpfung. An jedem der sechzig Flusskilometer, an
sechzig Stellen, von der Quelle bis zur Mündung schöpfen
sie im gleichen Augenblick Wasser aus der Großen Mühl. Durch
diese gemeinsame Handlung entsteht eine einmalige Momentaufnahme des Flusses,
ein einzigartiges Aquarell. Der Fluss wird dadurch in seiner Gesamtheit
erfasst und zugleich Wasser als die Grundlage menschlicher Interaktion
dargestellt.
Danach bringen die SchöpferInnen die aus dem Fluss genommenen Wasser
in das alte Lagerhaus. Die gemeinsame Handlung findet mit einem Essen
ihren feierlichen Ausklang (Motto: "Es wird mit Wasser gekocht.")
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